Donnerstag, 1. Juli 2010
Main-Echo, Mittwoch, 26. Mai 2010

Das Bildnis des St. Paschalis Baylon wurde nach der Restaurierung in Schippach geweiht.
Foto: privat
Pfingstsonntag geboren und gestorben
Glaube: Bildnis des St. Paschalis Baylon geweiht
Elsenfeld-Rück-Schippach. Am Pfingstsonntag wurde in Schippach das Bildnis des St. Paschalis Baylon geweiht. Auf Anregung des Heimat- und Museumsvereins Elsenfeld war das etwa 100 Jahre alte Bild restauriert worden. Nach dem Gottesdienst zog die Gemeinde an den neuen Standort des Bildnisses, rechts vom Aufgang zur großen Kirchentreppe. Pater Anselm Ehmele sprach während der Segnungsfeier über die Geschichte des Bildnisses: Der Heilige Paschalis ist seit 1897 der Patron der eucharistischen Vereine und wurde von der Schippacherin Barbara Weigand verehrt.
Auftrag von Barbara Weigand
Das Bild wurde vermutlich um das Jahr 1915 von Barbara Weigand beim Mainzer Künstler Hans Kohl in Auftrag gegeben. Es zeigt den Heiligen Paschalis während einer eucharistischen Erscheinung auf dem Feld. Das Ölgemälde ist auf eine Metallplatte gemalt, welche am Holzkorpus befestigt ist und wird durch ein Kupferdächlein geschützt. Das Kreuz an der Oberseite des Bildstocks wurde bei Renovierungsarbeiten 1968 vom Schippacher Schlossermeister Anton Stehlik neu gefertigt.
Hirte mit Erscheinungen
Zur Geschichte des St. Paschalis Baylon: St. Paschalis (1540-1592) lebte in Spanien. Er war Sohn armer Eltern und in seinen Jugendjahren Hirte. Auf dem Feld hatte er erste Erscheinungen. Mit 17 Jahren trat er ins Franziskanerkloster ein. Paschalis diente als Pförtner in verschiedenen Klöstern und zeichnete sich bei der Arbeit aus durch größte Bußstrenge, Armut, Demut, Nächstenliebe und eucharistischer Frömmigkeit mit reichen mystischen Erfahrungen.
Zahlreiche Wunder
Er wurde an einem Pfingstsonntag geboren, an einem Pfingstsonntag ist er auch gestorben (der Überlieferung nach während der Wandlung). An seinem Grab in der Klosterkirche von Villareal sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben. Paschalis wurde 1690 heiliggesprochen. Gedenktag ist der 17. Mai.
Kosten geteilt
Die Restaurierungskosten von 1800 Euro wurden von der Kirchengemeinde St. Pius, der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken, der Gemeinde Elsenfeld sowie vom Heimat- und Museumsverein Elsenfeld zu ungefähr gleichen Teilen finanziert. Restauriert hat das Bildnis die Diplomrestauratorin Sabine Denecke in Haibach, befestigt am neuen Standort haben es Otto und Michael Hofmann aus Schippach. Der Heimat- und Museumsverein Elsenfeld übernahm die Koordinierung und brachte eine Infotafel am Bildnis an.
