Mittwoch, 24. März 2010
Main-Echo, Donnerstag den 17. März 2005
Blick in die Frühgeschichte und Arbeit unter Volldampf
Heimat- und Museumsverein hält Jahresrückblick
Elsenfeld. Über anhaltend hohe Besucherzahlen im Heimatmuseum informierte Vorsitzender Wilfried Hamann in der gut besuchten Mitgliederversammlung des Heimat- und Museumsvereins Elsenfeld im Bürgerzentrum. Als Grund nannte er den -Verzicht auf Eintrittsgeld. 1638 Gäste wurden am Palm- und am Kerbsonntag sowie bei angemeldeten Sonderführungen gezählt.
Die Geselligkeit wurde gepflegt bei einer Wanderung entlang der Bunkerlinie Kinzig-Taubertal und beim Besuch eines Brotseminars. Am Ostermarkt, Regionalen Apfelmarkt und Kerbmarkt war der Verein präsent. Die Dampfmaschine an der Nordseite des Bahnhofs sei fertiggestellt und an den Museumsöffnungstagen gelaufen, so Hamann. Insgesamt kostete das Projekt etwa 26000 Euro, rund 23500 Euro seien an Spenden und Zuschüssen eingegangen. Die Sanierung der Pieta an der Ecke Höhenstraße/Ringstraße kostete etwa 3600 Euro. Am 10. Grenzgang zwischen den Jahren nahmen 148 geschichtlich interessierte Wanderer teil.
Insgesamt haben die Mitglieder vergangenes Jahr 730 Arbeitsstunden geleistet. Nach rund 2000 Stunden für die Sanierung der Dampfmaschine im Jahr 2003 mussten 2004 weitere 821 Stunden für Restarbeiten aufgebracht werden. Unter den 313 Gegenständen, die dem Verein zugingen, stellt eine Brandbestattungsurne den Glanzpunkt dar. Sie wurde im Februar 2003 an der Dammsfeldstraße ausgegraben und ist künftig in einer Vitrine im Erdgeschoss des Museums zu besichtigen. Hamann informierte, die aus Elsenfeld stammenden Bodenfunde aus der Steinzeit, die er von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, der Archäologischen Staatsammlung München, den Museen der Stadt Aschaffenburg und dem Miltenberger Museum zurückgebracht hat, seien im Erdgeschoss dauerhaft ausgestellt (wir berichteten).
Roswitha Hartmann berichtete trotz einiger Investitionen für die Dampfmaschine und die Museumsausstattung von einer guten Finanzlage. Die Prüfer Peter Krebs und Rudi Riedel bescheinigten ihr eine korrekte Buchführung.
Bürgermeister Helmut Oberle würdigte den Einsatz des Vereins zur Pflege der Elsenfelder Vergangenheit und freute sich über die Aufwertung des Sammlungsbestandes des Heimatmuseums durch die frühgeschichtlichen Funde.
Bei anstehenden Wahlen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzender Wilfried Hamann; 2. Vorsitzender Georg Schuck; Kassenführerin Roswitha Hartmann; Beisitzer Hugo Hofmann, Joachim Oberle, Walter Weis und Hermann Wolf; Kassenprüfer Peter Krebs und Rudi Riedel.
Hamann wies daraufhin, dass die neue Abteilung »Vor- und Frühgeschichte« an Palmsonntag eröffnet wird. Am 18. November findet im Bürgerzentrum die25-Jahr-Feier des Heimat- und Museumsvereins statt. Als weitere Aufgaben in diesem Jahr nannte Hamann die Renovierung des Andachtshäuschens mit Marienbildnis, des so genannten »Wennels-bild« in Eichelsbach am Feldweg nach Sommerau. Am ehemaligen Bahnübergang in Elsenfeld soll ein .Findling mit Tafel zur Erinnerung an die im 12. Jahrhundert dort stehende Ringhügelburg.aufgestellt werden. Am Festzug anlässlich des Gauturnfestes am 10. Juli nimmt der Verein teil. red
