Mittwoch, 24. März 2010

Kurze Geschichte des Museums:
Das am 27.3.1980 eröffnete Museum befindet sich in der Hauptstraße 21 im
Ortskern von Elsenfeld neben der alten Pfarrkirche St. Gertraud und ist mit seiner
Vielzahl von Exponaten in einem fränkischen Fachwerkhaus untergebracht.
Aber nicht nur das Innere des Hauses mit seiner reichen Ausstattung verdient
Beachtung. Auch das Haus selbst steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.
Das Bayerische Amt für Denkmalpflege hat das Gebäude für schützenswert
gehalten, weil es zusammen mit anderen das ehemalige Elsenfelder Milieu des
fränkischen Bauerndorfs widerspiegelt und so lokalhistorischen Wert besitzt. Das
im Zuge der Ortskernsanierung von der Marktgemeinde Elsenfeld erworbene
Anwesen dient nach umfassender Sanierung und Entkernung als Heimatmuseum
und bildet zusammen mit der alten Pfarrkirche ein städtebaulich reizvolles Ensemble.
Über die Geschichte des Hauses gibt es leider wenige Quellen. Aus dem Mainzer
Zinsregister ist jedoch nachweisbar, dass es Hans-Peter Wamser im Jahr 1751
errichtete. Sein Nachkomme Christian Wamser erwarb im Jahr 1793 den
ursprünglich 1772 für die Pfarrkirche von Kirchheim bei Würzburg gefertigten
Altar und stiftete diesen der benachbarten Elsenfelder Kirche.
Das Museum, das vom Heimat- und Museumsverein getragen wird, ist jeweils am
Palmsonntag und am ersten Sonntag im November (Kerbmarkt) sowie für Gruppen
nach rechtzeitiger Anmeldung geöffnet und hat seit seinem Bestehen ca. 44.000
Besucher angelockt.
In der 1990 eröffneten Museumsscheune (200m entfernt) präsentiert der Verein
landwirtschaftliche Geräte und Maschinen.
Im Jahr 1991 wurde im Ortsteil Rück das Backhaus der Familie Miltenberger
abgetragen und 60 m oberhalb wieder funktionsfähig errichtet, da es dem Neubau
der Kreissparkassenfiliale weichen musste.
Schließlich können die Besucher an der Nordseite des Elsenfelder Bahnhofs eine
Lanz-Dampfmaschine aus dem Jahr 1911 bewundern, die an den Öffnungstagen
ihre ca. 2 m großen gusseisernen Schwungräder dreht.
